Indie

... ist exakt das, was ich bin. Ein Independent Autor. Einer, der zwei Seiten bis zwei Kapitel seines Manuskripts bei diversen großen Verlagen einreichen durfte, um es dann im Allgemeinen ungelesen zurückzubekommen. (Wenn man es sich zurücksenden lässt, erkennt man ziemlich genau, ob es jemand aufgeschlagen hat oder eben nicht; ich war so umsichtig, eine sehr eng sitzende Klemmschiene zu benutzen.) Natürlich ist es absolut verständlich, dass sich die Flut unaufgefordert eingesandter Manuskripte unmöglich bewältigen lässt, denn welcher Lektor schafft schon, täglich einen Wäschekorb voller Manuskripte zu lesen und zu beurteilen?
Bei zwei sehr kleinen Verlagen lief es ein wenig anders: Die Lektoren waren begeistert, aber die Verlage trauten sich ein so dickes Buch, das so gar nicht ins Sortiment passen wollte, nicht zu.
Nun wusste ich also, dass mir von Verlagsseite her großes Talent, ein fesselnder Schreibstil und ein ebensolches Sprachvermögen bescheinigt wurde und dass meine begeisterten Testleser einen Nachfolgeband erwarteten.

Ich hatte also die Wahl zwischen
1. ich verbrenne frustriert mein Manuskript und schrotte den Computer oder
2. ich gründe einen Verlag und bringe das Buch selber heraus.
Dazwischen gab es nichts. Wer mich kennt, weiß, dass ich zu Extremen neige.
Aus naheliegenden Gründen entschied ich mich für Variante 2.

Nun, das Ganze hat enorme Vorteile: Ich bestimme selbst, was ich schreibe und wie ich es schreibe. Ich kann die Figuren verwenden, die ich möchte. Das wiederum hat den erfreulichen Effekt, dass ich mich in Ruhe auf die Wohnzimmercouch sinken lassen kann, ohne dass dort ein Wesen sitzt, das mich vorwurfsvoll anstarrt, weil ich es aus meinem Buch werfen oder ermorden musste.
Meine Fantasiefiguren begleiten mich fast ständig, das ist bisweilen etwas lästig. Schwierig wird es, wenn ich ahnungslos die Kühlschranktüre öffne, im Gedanken gerade eine romantische Szene entwerfe, und mir ein bösartiger Oger entgegenplatzt, der eigentlich in diesem Buch gar nichts zu suchen hat – und in meinem Kühlschrank schon gar nicht. Aber irgendetwas an ihm hat mir gefallen ... war es das Glitzern in seinen Augen, als er sich demonstrativ die Flasche Prosecco krallte, mit den gelbverfärbten Stummelzähnen öffnete und sie sich in den stinkenden Schlund kippte? Vielleicht bringe ich ihn noch irgendwo unter.


Ich bin gerne Independent Autor, aber in einem Punkt bin ich nun so richtig abhängig:
Es ist unglaublich schwer, bekannt zu werden, wenn man nicht wie ein renommierter Verlag viel Geld in die Werbung stecken kann.
Liebe Leser, jede Empfehlung, jede positive Bewertung auf einer Website (Amazon, LovelyBooks etc.) hilft mir weiter!
Also: Wenn ihr mich unterstützen möchtet, dann erzählt von Eldorin:
- euren Freunden
- in Rezensionen
- auf Amazon, LovelyBooks usw.
- in Blogs
- auf Facebook
- auf Twitter
Eldorin findet ihr jetzt auch auf Facebook, es wäre schön, wenn ihr beitretet.

So, und nun werde ich mich ein bisschen in die Arbeit stürzen und vorher den randalierenden Oger ruhigstellen.

Ganz liebe Grüße!

Eure Gaby Wohlrab

Kommentare:

  1. hallo Gaby :) der Artikel ist echt mal gut geschrieben. Dein styl gefällt mit sau gut :) lg von Ria www.buecherweltvonria.blogspot.de

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  2. Liebe Frau Wohlrab, ich lese seit sehr vielen Jahren - und eigentlich ständig - die unterschiedlichsten Arten Geschriebenes; Biografien, Thriller . . . aber am liebsten Fantasy-Romane! Das fing seinerzeit, wie bei vielen meiner "Leidensgenossen", mit Tolkien an und seit diesen Tagen bin ich ständig auf der Suche nach entsprechendem "Stoff", um diese meine Sucht zu befriedigen! Jetzt kann man ihre Eldorin-Saga nicht mit dem Lebenswerk von Tolkien vergleichen (ich denke, sie haben ja auch nicht diesen Anspruch), aber auf jeden Fall haben sie mir einige sehr unterhaltsame Stunden bereitet. Sie benutzen beim Schreiben eine sehr spannende und lebendige Art und Weise, die den Leser jederzeit "bei der Stange" hält und auf kommendes absolut neugierig macht! Zudem beschreiben sie auch in sich schlüssige und nachvollziehbare Handlungsstränge (soweit dieses im Rahmen einer fantastischen Geschichte möglich ist), die sich dann als Geschichte wirklich wunderbar lesen lassen! Kompliment hierfür und bitte weiter so! Wann können ihre Fans denn mit der Veröffentlichung der Fortsetzung rechnen? Liebe Grüße - Jürgie

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    1. Herzlichen Dank, ein tolles Kompoment! Nein, mich mit Tolkien zu vergleichen wage ich wirklich nicht, noch war es je meine Absicht, genauso zu schreiben. Ich bin grad bei Kapitel 13 (vermutlich werden es 14), wobei diese wieder sehr lang sein werden (je ca. 40 Seiten). Geplant ist die Veröffentlichung von Teil 2 Ende Oktober, das kommt nun einfach drauf an, wie schnell ich die Handlungsstänge für das Finale verknüpfen kann – und wie zuverlässig die Druckerei arbeitet. Lange dauert es auf alle Fälle nicht mehr! Und dann: Ganz viel Spaß damit!
      Liebe Grüße

      Gaby Wohlrab

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